Silke Glättli, Schweizerin (Foto: Walter Glättli)
Malerei als Beruf und
Berufung
Malen ist für mich eine
Leidenschaft, wie ein Feuer, das in mir brennt. Ich muss einfach
malen. Wenn ich male, bin ich mich. Oder anders gesagt, wenn ich
male, bin ich das Bild. Wenn ich male, vergesse ich die Zeit und
mich. Ich verliere mich ins Motiv. Und langsam entsteht aus dem
Motiv und mir das Bild... Das bewusst und intensiv Geschaute
wird zum inneren Erlebnis und künstlerisch umgesetzt... (aus dem
Kapitel «Wie
meine Bilder entstehen»,
Kunstband «Die
Malerin Silke Glättli»,
S. 21.)
Seit frühester Kindheit war
meine liebste Beschäftigung das Malen gewesen. So wollte ich
nach der Matur Kunst studieren. Aber meine Eltern verlangten von
mir , dass ich zunächst einen
«rechten
Brotberuf»
erlerne. Doch auch nach meinem erfolgreichen
Hochschulabschluss in Englisch und Pädagogik an der Universität
Hamburg rieten mir meine Eltern immer noch von dem «steinigen
Weg»
des Künstlers ab.
So entschloss ich mich dann,
ganz allein meinen ureigenen Weg zu gehen.
Am 13. August 1960 - mit 21
Jahren gerade volljährig - schiffte ich mich auf der
«Bremen» ein,
um nach Amerika auszuwandern.
New York: Manhattan : Dank meiner
Sprachkenntnisse erhielt ich einen Job in einer amerikanischen
Im- und Exportfirma. Es galt nun, meinen Lebensunterhalt zu
verdienen und das Geld für die Überfahrt, das mir eine liebe
Freundin geliehen hatte, zurückzuzahlen. Schuldenfrei ging ich
in das neue Jahr.
Und nun endlich konnte ich daran
denken, mit dem Studium der Malerei zu beginnen. Zunächst
natürlich nur abends. (Weitere Details siehe
Kunstband, S. 34 ff.)
Im Herbst 1961 erhielt ich ein
Engagement in einer New Yorker Firma für eine neue Frescotechnik.
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1962 | Erste Einzel-Ausstellung im Alter von 23 Jahren in New York (Manhattan) |
1963 | Nach einem Jahr in San Francisco Einschiffung am 12. Oktober (Columbus Day) für eine Weltreise über Hawaii und den Orient zurück nach Europa: ohne Kamera, aber natürlich mit Malutensilien. |
1971 | Heirat mit dem Zürcher Walter Glättli. Seitdem ist die Schweiz meine geliebte Heimat. |
1972 | Teilnahme an der Gemäldeausstellung zur Stäfner 1000-Jahr-Feier |
1973 | Geburt von Sohn Markus |
Weitere Details siehe Textbeiträge im Kunstband. | |
künstlerische Ausbildung | |
Ölmalerei, Aquarell, Aktzeichen | Art Students' League und Greenwich Village Art Center, New York |
Original-(Stein)Lithographie | Atelier Matthieu, Dielsdorf bei Zürich und Ernst Hanke, Ringgenberg, Kanton Bern |
Original-Farbradierung | Kupferdruck-Atelier Hedy Weber, Zürich |
© Silke Glättli, Stäfa; Schweiz/Switzerland
Inhalt aktualisiert/content updated: 19.05.2008 Disclaimer
Gestaltung/Layout: Markus Glättli